Du musst für eine Publikation schreiben und bist blockiert? 6 Tipps, die dir helfen, leichter ins Schreiben zu kommen

Du musst für eine Publikation schreiben und bist blockiert? 6 Tipps, die dir helfen, leichter ins Schreiben zu kommen

von | Juni 9, 2026 | Allgemein

Das Schreiben einer Publikation und das Zusammenfassen eines Projekts kann überfordern und zuweilen eine Schreibblockade auslösen. Vor allem dann, wenn du ins Schreiben kommen musst, aber nicht weißt, wo du anfangen sollst. Mit den folgenden Tipps gelingt dir der Einstieg leichter, die Inhalte fügen sich zusammen und du bist motiviert, dranzubleiben.

Das Wichtigste vorab: Damit du die Flut an Textmaterial bändigen und anfangen kannst, ist Struktur am wichtigsten. Die bekommst du mit meinen Tipps – zur Herangehensweise wie auch zum Text. Genauso wichtig ist, dass du dir die Erlaubnis gibst, das aus dem Text zu machen, was zu dir passt. Denn jede Person hat ihren ganz persönlichen Zugang zu Inhalten. Wenn du dir das bewusst machst, kannst du dich der Aufgabe besser öffnen und einen Anfang finden – deinen Anfang.

 

6 Tipps gegen Schreibblockade: So kommst du leichter ins Schreiben einer Publikation


Schreiben für eine Publikation: Ausgangssituation – Herausforderung

Du sollst für eine Publikation ein Projekt zusammenfassen und auf den Punkt bringen. Dafür bekommst du möglicherweise auch von mehreren Personen aus dem Projekt Texte geschickt. Du hast aber nur eine begrenzte Anzahl von Seiten zur Verfügung. Du möchtest alles Wichtige berücksichtigen, alle Stimmen zu Wort kommen lassen und musst zugleich den Überblick sowie den Fokus behalten.

 

Mögliche Blockaden beim Schreiben

  • Wo fange ich an?
  • Wie fange ich an?
  • Was kürze ich, was nicht?
  • Und überhaupt … (das ist oft die größte Blockade)

 

1. Schreibblockade lösen: Fragen klären und Überblick verschaffen

Das, was zu Beginn von Textarbeit überfordert, ist zumeist die Situation, dass alles gleichzeitig im Kopf aufploppt: Ansprüche – von außen und die an sich selbst, Fragen, Gedanken und womöglich auch der Wunsch, den Text so schnell wie möglich vom Tisch haben zu wollen.

Diese Gleichzeitigkeit müssen wir erst mal stoppen, annehmen und vor allem sortieren. Das machen wir pragmatisch, indem du die untenstehenden Fragen für dich beantwortest. Sie helfen dir, dich auf deine Textarbeit zu konzentrieren und dir einen Überblick zu verschaffen:

Die folgenden Fragen geben dir Struktur und einen Überblick:

  • Für wen schreibe ich, wer liest das?
  • Was ist das Thema, um was geht es?
  • Wie soll sich der Text anfühlen?
  • Was sollen die Lesenden für sich mitnehmen, was soll hängenbleiben?
  • Was ist die Botschaft?
  • Gibt es eine Kernaussage?
  • Gibt es ein übergeordnetes Ziel, eine Vision?
  • Welches Gefühl soll transportiert werden?
  • Gibt es Stationen / Situationen des Projekts, die dir besonders gut in Erinnerung geblieben sind, die einen besonderen Eindruck bei dir hinterlassen haben?

Beantworte die Fragen schriftlich, nicht im Kopf. So kannst du sie gedanklich besser sortieren, hast die Antworten schwarz auf weiß; damit kehren Ruhe und Ordnung ein.

 

2. Struktur im Schreiben: Erst das Grobe, dann das Feine

Je nachdem, wie die Publikation aufgebaut werden soll – nur Einleitung, Hauptteil und Schlussteil oder auch mit mehreren Kapiteln –, schreibst du zu jedem Abschnitt erst einmal ein paar Sätze, die das Wichtigste wiedergeben. Im Anschluss unterfütterst du nach und nach jeden Abschnitt. Danach heißt es wieder kürzen.

Und mit „grob“ ist auch gemeint: Achte zu Beginn nicht auf Rechtschreibung, Stil, Details, schreibe erst mal alles runter, worum es geht und was da überhaupt stehen soll. Der Feinschliff kommt später. Wir brauchen am Anfang erst mal eine Basis. Du kannst dir das so vorstellen wie bei der Gartenarbeit. Bevor die Samen und Pflanzen gesät und gesetzt werden, muss erst mal der Boden aufgelockert und bearbeitet werden. Da geht es nicht um Perfektion, sondern wie bei der Gartenerde um ein gutes Fundament, das locker und gut durchlüftet sein soll.

 

3. Ins Schreiben kommen: Ein Bild für deine Kernaussage finden

 Bilder helfen immer, einen besseren Zugang zu einem Thema zu bekommen, vor allem wenn es komplex ist. Vielleicht kannst du das Bild auch in Worte fassen und es als Aufhänger in deine Einleitung packen, Stichwort „Storytelling“. Um ein passendes Bild zu finden, kannst du dich fragen, wie sich die Kernbotschaft oder die Fragestellung des Projekts anfühlt beziehungsweise anfühlen soll.

 

4. Schreibprozess erleichtern: Erlaube dir, kreativ zu sein

 Wie eingangs erwähnt, hat jede Person einen anderen Zugang zu Inhalten. Somit gibt es auch verschiedene Möglichkeiten, diesen Zugang zu finden und dem Schaffensprozess wie auch dem Text Lebendigkeit einzuhauchen.

Vielleicht fallen dir Zitate der Personen ein, die beteiligt waren, und du hörst förmlich noch die Stimmen in deinem Kopf. Mit diesen Stimmen aus dem Off kannst du deinen Text auflockern.

Bist du eher der visuelle Typ? Dann kommen dir vielleicht Bilder in den Sinn, wenn du an das Projekt und das Thema denkst. Notiere sie und baue sie gegebenenfalls im Text ein. Oder du greifst eine typische Situation auf, die themenbezogen im Alltag vorkommt. Das kann eine negative oder eine positive sein. Oder auch beides: „So läuft es bisher / So könnte es besser laufen“.

Du kannst auch mit dem Ergebnis anfangen und dann herleiten, wie ihr als Team dahin gekommen seid, welche Hürden ihr genommen und wie ihr sie gelöst habt.

Auch die Beschreibung der Vision, ein positives Bild der Zukunft, ist ein möglicher Einstieg.

 

5. Gemeinsam ins Schreiben kommen: Verabrede dich zum Online-Co-Working

 Der fünfte Tipp ist mein Goldtipp, denn: Zusammen kommt man besser voran als allein! So mache ich das auch, wenn es um Texte für mein Marketing geht, wie z. B. für diesen Blogartikel. Suche dir ein, zwei vertraute Personen und verabrede dich zu einer Schreibsession. Diese könnte wie folgt aufgebaut sein: Erst einchecken und über die Aufgabe reden, dann 30 Minuten schreiben, dann wieder austauschen, dann wieder 30 Minuten schreiben, dann wieder austauschen und auschecken. Ich sage dir, das hilft ungemein und motiviert.

Online kann man solche Schreibtreffen zeitlich meistens auch sehr gut einrichten, anstatt sich noch irgendwohin zu bewegen. Du bist nicht an einen Ort gebunden, kannst das im Home-Office machen, in deinem Büro oder in einer Ferienwohnung im Grünen oder mit Blick aufs Meer.

 

6. Schreibblockade überwinden: Verabschiede dich vom perfekten Moment, begrüße die kleinen Schritte

Wie sieht der perfekte Schreibprozess für dich aus? Ich stelle mir das immer so vor: Ich klappe den Laptop auf, öffne das Dokument und alles fließt mehrere Stunden am Stück aus meinem Kopf heraus, direkt in die Tasten und auf das weiße Textfeld. Die Seiten füllen sich Zeile um Zeile. Es ist eine Wohltat, wie sich der Kopf langsam leert, alles leichter wird, sich kongenial zusammenfügt, während man zugleich hoch konzentriert ist.

Willkommen im Flow. Kann passieren. Oft passiert aber auch das Gegenteil: Der Laptop ist aufgeklappt. Der Kaffee steht bereit. Ich nehme einen Schluck. Ich gucke aus dem Fenster. Puh, anfangen, wo war ich noch mal stehen geblieben? Die Zeit, die vergeht, ist präsenter als ich. Und während ich vom Schreibtisch aus nach draußen schaue, starrt mich das leere, weiße Word-Dokument an.

Was in solchen Situationen hilft: Den Text, falls da schon was steht, erst mal von vorne und laut vorlesen. Das Akustische holt dich schneller wieder ins Thema rein, als wenn du von außen auf einen Impuls wartest. Und wenn da noch nichts steht, helfen dir hoffentlich meine Tipps zuvor. Dann erst mal nur 30 Minuten den Inhalt ordnen, sortieren, Notizen machen, anstatt dich unter Druck zu setzen, dass der Text nur am Stück und in Perfektion zur Vollendung gebracht werden kann. Das funktioniert nicht. Das ist nur eine Erwartungshaltung, in der du stecken bleibst wie ein Reißverschluss, der sich verklemmt, je mehr du daran herumzerrst. Also loslassen und mit dem kleinsten, einfachsten Schritt anfangen.

 

Hast du Lust, Online-Co-Working zu testen?

Dann melde dich per E-Mail bei mir und wir verabreden uns. Dieses erste Treffen ist für dich kostenlos – inklusive Tipps, Ideen und Impulse zu deinem Projekt.

Probier’s aus. Ich freue mich auf dich und dein Thema.