Es könnte so schön sein. Das neue Projekt, das man sich gewünscht und nun bekommen hat. Die Herzensidee, die man umsetzen möchte. Der Traumjob, für den man endlich auserwählt wurde. Es fühlt sich einfach richtig an – und richtig gut. Und dann platzen sie herein und vermiesen einem die Partylaune: die Zweifel und die Unsicherheiten.
Die Partysprenger vom Dienst: Zweifel und Unsicherheiten
Sie machen sich breit, schleichen sich heran und flüstern einem über die Schulter unschöne Dinge ins Ohr. So von wegen: Warum sollte man das neue Projekt erfolgreich durchführen können? Ob einem nicht noch weitere wichtige Kompetenzen fehlen würden? Und es könnte ja auch echt peinlich werden, das, was man da vorhat. Das können andere bestimmt besser, weil sie viel mehr Erfahrung haben. Und, und, und. Echte Laberbacken, die zwei.
Ich denke oft, dass wir so viel erreichen, so viel verwirklichen könnten, was wir uns wünschen, was unser Herz höherschlagen lässt und was gut für unsere Mitmenschen wäre. Wie zum Beispiel Antje A., die schon lange selbstständig als Taschendesignerin tätig ist und sich eine Veränderung wünscht. Sie möchte Menschen zusammenbringen und echte Begegnungen schaffen. Deshalb hat sie den Schritt aus ihrem kleinen Atelier gewagt und ist in ein Ladenlokal gezogen. Das bietet nun wortwörtlich einen Raum, an dem Leute zusammenkommen können, um gemeinsam zu stricken, basteln und sich auszutauschen. So hat sich Antje ihren Wunsch erfüllt: Mehr gemeinsam und weniger einsam.
Doch wie so oft, stoßen wir an Grenzen, auch, wenn uns was wichtig ist. An äußere Grenzen wie Zeit, Verantwortung für die Familie, für sich selbst sowie die Erwartungen anderer. Und dann gibt es da eben noch diese inneren Grenzen, die sich uns in den Weg stellen und uns aufhalten wie Unsicherheiten und Selbstzweifel.
Unsere Wünsche und beruflichen Ziele zu verfolgen, könnte auch eine gute Party sein
Zweifel haben im Allgemeinen auch ihre Daseinsberechtigung, um Dinge zu verbessern. Denn Surprise, Surprise: Diese Partysprenger treten immer wieder auf den Plan. Aber sie dürfen nicht zu laut werden und uns von dem abbringen, was uns wichtig ist. Denn wenn wir uns etwas wünschen, wenn es da etwas gibt, das wir gerne verwirklichen möchten, dann sind wir meistens auch mit den Fähigkeiten und Stärken ausgestattet, die es dafür braucht.
Wünsche und Visionen kommen nicht von ungefähr, sie entspringen aus uns. Und etwas Schönes und Gutes für uns und unsere Zukunft zu gestalten, ist ja auch motivierend und beflügelnd. Das kann sich mitunter auch zu groß anfühlen. Sogar so groß, dass wir, statt nach vorne zu gehen, mehrere Schritte zurückstolpern und uns das Ganze lieber noch mal überlegen. Doch was passiert dann: nichts. Stattdessen stürmen die Zweifel und die Unsicherheiten die Tanzfläche. Und genau da setzt die folgende Methode an. Wir lassen die Musik wieder für uns spielen!
Du würdest den Traum nicht in deinem Herzen tragen, wenn du nicht schon das Zeug dazu hättest, um ihn zu verwirklichen. Marie Forleo
Anleitung für die Methode gegen Zweifel und Unsicherheiten
Die Methode heißt Worst-Case-/Best-Case-Szenarien und ich möchte behaupten, es ist die beste Methode, die diese ungebetenen Partygäste in die Schranken weist. Damit holen wir alles hervor, was sich dir in den Weg stellen will, und stellen es quasi bloß. Zugleich kitzeln wir alles Schöne und Gute heraus, was dein Wunsch, deine Vision, dein Projekt ausmacht.
Diese einfache und effektive Methode habe ich im Zuge eines Marketingkurses für das Betreiben dieses Blogs kennengelernt. Ja, wirklich, um mir diesen Wunsch zu erfüllen, brauchte ich Unterstützung. Denn Schreiben ist die eine Sache, etwas zu veröffentlichen eine andere. Es ist verrückt, wie sehr wir uns im Weg stehen können und Ideen, Herzenswünsche, Projekte aus Unsicherheiten oder Zweifeln nicht umsetzen, obwohl sie für einen selbst wie auch für andere von großem Wert sein können.
Bei der Methode „Worst-Case-/Best-Case-Szenarien“ beantwortest du nacheinander zwei Fragen:
- Was ist das Schlimmste, das passieren kann?
- Was ist das Beste, das passieren kann?
Du brauchst dafür:
- zwei Blätter Papier DIN A4 in Querformat
- 15 bis 20 Minuten Zeit pro Blatt
Bitte mache diese Übung mit Papier und Stift. Denn so kannst du am besten deine Emotionen und Gedanken anzapfen und herausbefördern.
Reihenfolge:
Schritt 1: Blatt 1 mit der folgenden Überschrift versehen und bearbeiten:
„Was ist das Schlimmste, das passieren kann?“
Du schreibst alles runter, kreuz und quer, was dir einfällt und dir Angst und Sorgen macht in Bezug auf dein Projekt, deinen Wunsch, das Ereignis, das vor dir steht.
Schritt 2: Blatt 2 mit folgender Überschrift versehen und bearbeiten:
„Was ist das Beste, das passieren kann?“
Du schreibst alles runter, was dich happy macht, wenn du an dein Projekt, deinen Wunsch, deinen neuen Job denkst. Eben daran, was das Beste ist, das passieren kann.
Schritt 3:
=> Du kannst Blatt 1 mit den negativen Szenarien getrost entsorgen. Zweifel und Unsicherheiten haben ihren Raum bekommen, sie konnten sich austoben. Die Luft ist raus.
=> Das Blatt 2 mit all den schönen Gedanken hebst du auf! Das ist dein Anker. Das schaust du dir immer wieder an, wenn Zweifel oder Unsicherheiten aufkommen oder dir danach ist.
Fazit: Das ist deine Party, die du gestaltest
Es geht um das Gute, das sich entwickeln darf und das, was du dir wünscht! Das rücken wir mit dieser Methode in den Fokus. Diese positiven Bilder helfen dir in Zukunft, bei dir zu bleiben und bei all deinen Fähigkeiten und Stärken, die in dir stecken – darauf darfst du dich konzentrieren. Darauf darfst du vertrauen.
In diesem Sinne: Trau dich und bleib dran!
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